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                    "text": "In der am Ende des 19. Jahrhunderts zusammengetragenen Sammlung des Hannoveraner Bauhistorikers und Architekten Albrecht Haupt (1852-1932) hat sich ein bisher kaum von der Forschung wahrgenommenes Konvolut von 34 Bl\u00e4ttern mit sogenannten \u201eProberissen\u201c erhalten. Schon fr\u00fch wurden diese Bl\u00e4tter in das Umfeld der N\u00fcrnberger Steinmetzbruderschaft eingeordnet, ohne jedoch im Hinblick auf ihre Provenienz und Zusammensetzung genauer betrachtet worden zu sein. Als Architektur- und Werkzeichnungen, die im Kontext der Steinmetzausbildung angefertigt wurden, sind sie besondere Zeugnisse der handwerklichen Ausbildung im Bauwesen in der \u00dcbergangszeit ab dem Sp\u00e4tmittelalter bis zur Aufl\u00f6sung des Zunftwesens Ende des 18. Jahrhunderts. Im Rahmen des von der DFG gef\u00f6rderten Projekts zur Erschlie\u00dfung der umfangreichen, heute in der Technischen Universit\u00e4tsbibliothek Hannover (TIB) aufbewahrten Sammlung Haupts (GESAH/GESAH+) ist das Konvolut der Proberisse Bestandteil einer Tiefenerschlie\u00dfung und dient wegen des individuellen Merkmals sogenannter Meistersiegel- bzw. Meisterstempelabdr\u00fccke als Fallstudie zur Verkn\u00fcpfung mit der Forschungsdateninfrastruktur von NFDI4Culture. Die hier zug\u00e4ngliche WIKIBASE-Datenbank zu den Meistersiegeln erfasst s\u00e4mtliche Siegelmotive, die sich als Pr\u00e4gungen auf den Bl\u00e4ttern erhalten haben. Mit ihrer Erfassung lassen sich Beziehungen der Siegler untereinander und zeitliche Entstehungszusammenh\u00e4nge innerhalb der Bl\u00e4tter, aber auch zu dar\u00fcber hinaus vorhandenen Quellenmaterialien nachvollziehen. Auf diese Weise ergeben sich aus einer fokussierten Betrachtung eines einzelnen \u2013 leicht \u00fcbersehbaren \u2013 Ph\u00e4nomens auf den Proberissen neue Einsichten in die Geschichte und Entwicklung des Bauhandwerks und der Baupraxis in der Fr\u00fchen Neuzeit. Bei dem Hannoveraner Konvolut der N\u00fcrnberger Proberisse handelt es sich um Planzeichnungen unterschiedlicher Urheber und Entstehungszeiten, die in Formaten, Ausf\u00fchrung und Inhalten ann\u00e4hernd gleiche Merkmale zeigen. Gemeinsam mit einem vergleichbar gro\u00dfen Konvolut, das sich im Germanischen Nationalmuseum N\u00fcrnberg (HB17774-17805) befindet, d\u00fcrfte es sich um die letzten erhaltenen Best\u00e4nde aus dem ehemaligen, vermutlich sp\u00e4testens im Verlauf des fr\u00fchen 19. Jahrhunderts aufgel\u00f6sten Archiv der N\u00fcrnberger Steinmetzbruderschaft handeln. Auf Bl\u00e4ttern beider Konvolute zeigen sich Spuren eines \u00e4lteren Wasserschadens. Vorherrschend ist ein Gro\u00dfformatbogen aus Hadernpapier von ca. 62 x 46 cm, einige Bl\u00e4tter liegen mit ca. 70 x 50 cm dar\u00fcber. Daneben findet sich ein kleineres Format, das in seinen Abmessungen durchschnittlich ca. 49 x 35 cm betr\u00e4gt. Alle Zeichnungen sind als ma\u00dfst\u00e4bliche Risse in Feder mit brauner oder schwarzer Tinte ausgef\u00fchrt, nur in seltenen F\u00e4llen finden sich Schraffierungen oder Lavierungen. Schriftliche Eintr\u00e4ge in Kurrentschrift sind nur auf zwei Bl\u00e4ttern vorhanden (gr D Z 1: 32 und gr D Z 1: 16). Dabei handelt es sich ausschlie\u00dflich um Angaben von Ma\u00dfen (angegeben werden \u201eHendt\u201c, \u201eZoll\u201c und \u201eschuch\u201c). Auf siebzehn Bl\u00e4ttern ist ein Ma\u00dfstab (zumeist ohne Bezifferung) eingezeichnet, zus\u00e4tzlich findet sich auf vierzehn Bl\u00e4ttern ein Achtort bzw. eine Schl\u00fcsselfigur, in der Ma\u00dfwerk- und Rippenprofile eingeschrieben oder abgeleitet sind. Musterhaft werden auf den Bl\u00e4ttern die Verfahren der Quadratur, Triangulatur und des Zirkelschlags angewandt. Sie werden in Musteraufgaben am Beispiel des Grund- und Aufrisses zu einer mehrjochigen Choranlage (19 Bl\u00e4tter) und zu Gew\u00f6lben mit ihren Bogenaustragungen auf rechteckigen Grundfl\u00e4chen (10 Bl\u00e4tter) demonstriert. Dar\u00fcber hinaus finden sich aber auch f\u00fcnf Bl\u00e4tter mit Grundrissen und einer Hauptfassade eines vierst\u00f6ckigen B\u00fcrgerhauses. Dass die Tradition des Proberisses nach gotischen Mustervorlagen besonders im s\u00fcddeutschen Raum noch bis in das 18. Jahrhundert fortgef\u00fchrt wurde, kann im Fall des Hannoveraner Konvoluts anschaulich auch anhand der Wasserzeichen der verwendeten Bl\u00e4tter nachvollzogen werden. Etwa die H\u00e4lfte zeigt das Wasserzeichen der ab etwa 1550 produzierenden Weidenm\u00fchle in N\u00fcrnberg und d\u00fcrfte damit in den Zeitraum der letzten Jahrzehnte vor und um 1600 bearbeitet worden sein, doch finden sich Bl\u00e4tter aus deutlich j\u00fcngerer Papierfabrikation des beginnenden 18. Jahrhunderts. Damit deckt das Konvolut einen Entstehungszeitraum von gut zweihundert Jahren ab. Die Proberisse sind Zeugnisse einer Entwicklung im Steinmetzhandwerk, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts einsetzt: Die N\u00fcrnberger Steinmetzbruderschaft galt seit dem Sp\u00e4tmittelalter als eigene buchf\u00fchrende H\u00fctte und war der Gerichtsbarkeit der Stra\u00dfburger Haupth\u00fctte unterstellt. Bestrebungen nach Eigenst\u00e4ndigkeit, nach qualitativen Standards und auch die st\u00e4dtischen Interessen zeigen sich in den st\u00e4dtischen Handwerksordnungen, die in Bezug auf die Steinmetze 1548, 1555 und 1577 ausformuliert wurden. Daneben versuchten sich die Steinmetze gegen\u00fcber des in der Stadt ebenfalls ans\u00e4ssigen Steinhauerhandwerks abzugrenzen, das eine geringere Lehrzeit erforderte. Schon 1507 wurde in N\u00fcrnberg das Meisterst\u00fcck als Zugang zur Meisterschaft eingef\u00fchrt. Um den Anforderungen an die Aufgaben des Steinmetzen als praktizierenden Baumeister Rechnung zu tragen, traten neben den tradierten mittelalterlichen Verfahren des Gew\u00f6lbe- und Ma\u00dfwerkentwurfs \u00fcber die Bogenaustragung und Quadratur weitere Pr\u00fcfungsaufgaben hinzu: Gefordert wurde neben dem Aufriss eines Kirchturms auch die Ausarbeitung eines musterhaften B\u00fcrgerhauses in drei Grundrissen und dem Aufriss der Hauptfassade zum Nachweis der Kenntnis der in der Stadt gebr\u00e4uchlichen Hausanlagen und ihrer Errichtung. Noch im 18. Jahrhundert umfasste das Meisterst\u00fcck dreizehn Planzeichnungen/Planrisse und dazu drei Holz-, bzw. Alabastermodelle. Neben der Anfertigung der Proberisse und Modelle als Meisterst\u00fcck umfasste die Pr\u00fcfungsleistung noch eine m\u00fcndliche Befragung. Die Herstellung der Meisterst\u00fccke und die Pr\u00fcfung erfolgten im Haus eines der Geschworenen, der f\u00fcr die etwa zweimonatige Anfertigungsdauer auch Miete verlangte. Die pr\u00fcfenden geschworenen Meister der Steinmetzbruderschaft \u2013 in N\u00fcrnberg waren dies drei Personen \u2013 versahen die ihnen zur Approbation vorgelegten Pl\u00e4ne abschlie\u00dfend zumeist mit ihren Meisterzeichen. Dies geschah als N\u00fcrnberger Eigenart in der Regel \u00fcber das Eindr\u00fccken ihrer Siegel als Blindsiegel in das Papier. Auf insgesamt 18 der 34 Hannoveraner Bl\u00e4tter sind Siegelabdr\u00fccke zu finden. Ihre Gr\u00f6\u00dfe deutet darauf hin, dass sie von Siegelringen stammen und auf diese Weise relativ einfach fest in das Papier eingedr\u00fcckt werden konnten. Zumeist sind es jeweils drei Siegel, die nebeneinander unterhalb oder oberhalb der Zeichnungen nahe an den Blattr\u00e4ndern eingepr\u00e4gt wurden. Auf den Bl\u00e4ttern lassen sich 18 unterschiedliche Siegel identifizieren und beschreiben, weitere drei sind aufgrund von Besch\u00e4digungen nur rudiment\u00e4r erhalten oder nicht erkennbar und konnten nicht zugeordnet und beschrieben werden (MS-018, MS-019, MS-021). Au\u00dferhalb des Bestands bekannte weitere neun Siegel bildete Carl Alexander Heideloff in seiner Publikation \u201eDie Bauh\u00fctte des Mittelalters\u201c (N\u00fcrnberg 1844) ab. Eines davon ist identisch mit einem der Siegel auf den Hannoveraner Bl\u00e4ttern (MS-010), ein weiteres Siegel erfasste Heideloff wohl unbeabsichtigt doppelt (MS-024). Anhand des Wasserzeichens lassen sich drei Siegel in die Zeit um 1700 datieren (MS-009, MS-010, MS-011), w\u00e4hrend die \u00fcbrigen teilweise deutlich \u00e4lter sind und in einigen F\u00e4llen mit in N\u00fcrnberg wirkenden Steinmetzmeistern aus dem sp\u00e4ten 16. Jahrhundert und fr\u00fchen 17. Jahrhundert konkret in Verbindung gebracht werden k\u00f6nnen. Zu nennen sind beispielsweise Wilhelm Beer (MS-006), Andreas Mendel (MS-007) oder Wolf Speer (MS-008), die auf der im Germanischen Nationalmuseum N\u00fcrnberg heute noch erhaltenen Zunfttafel (Urte) der N\u00fcrnberger Steinmetzen und Steinhauer namentlich aufscheinen. Weitere Siegler entstammen der auf sie folgenden Generation von Steinmetzmeistern in der Bruderschaft. Anhand der erfassten Siegel l\u00e4sst sich nachvollziehen, wie Marken weitergegeben wurden (MS-003, MS-010/MS-023, MS-012/MS-027) und mitunter auch durch Beizeichen erweitert werden konnten (z.B. im Fall Andreas Mendels (MS-007/MS-016). Die N\u00fcrnberger Meistersiegel weisen bis auf wenige Ausnahmen die gleiche Grundform und Gr\u00f6\u00dfe auf. In einer leicht ovalen Rahmung werden Initialen und Figuren zu individuellen Motivengruppen zusammengesetzt. In den meisten F\u00e4llen bildet das Steinmetzzeichen als traditionelles Meisterzeichen der Steinmetzbruderschaften, bzw. der Steinmetz- und Steinhauerz\u00fcnfte, das zentrale Element des Siegels. Daneben finden sich oft zwei bis drei Initialen in lateinischen Gro\u00dfbuchstaben. Mitunter werden diese monogrammartig mit einer Marke verschr\u00e4nkt. In nur wenigen F\u00e4llen tritt eine Figur, z.B. ein B\u00e4r (MS-006), an die Stelle der Steinmetzmarke. Als weitere Beizeichen weisen viele Motive begleitende Sterne auf, die vermutlich auf den Rang des Sieglers innerhalb der Bruderschaft hindeuten. Unter den erfassten N\u00fcrnberger Meistersiegeln finden sich Marken mit ein, zwei, drei oder sechs begleitenden Sternen. Bei der Beschreibung der Siegel werden zur Vereinheitlichung f\u00fcnf Kategorien unterschieden: 1) Abmessungen, 2) Rahmenform, 3) Marke/Figur, 4) Initiale, 5) Beizeichen. Das Steinmetzzeichen setzt sich in der Regel aus Strichen zusammen, die zu geometrischen Figuren kombiniert werden. Damit gleichen sie in ihrem Wesen und Herkunft der sogenannten Hausmarke. Die Hausmarke, auch als Hofmarke bekannt, geh\u00f6rt zu den \u00e4ltesten \u00fcberlieferten heraldischen Abzeichen und l\u00e4sst sich in ihrer Entstehung im nord- und mitteleurop\u00e4ischen Raum bis in vorgeschichtliche Zeit zur\u00fcckverfolgen. Die Hausmarke diente zur Kennzeichnung von Eigentum und wurde auch als Sippenzeichen innerhalb des Hofs bzw. des Geschlechts zumeist \u00fcber die m\u00e4nnliche Linie vererbt. Auch in N\u00fcrnberg gab es eine lange Tradition solcher Haus- und Meistermarken. Die Beschreibung der Marke folgt im Wesentlichen den festgelegten terminologischen Richtlinien der Heraldik. Wie in der Blasonierung \u00fcblich, wird das Motiv \u00fcber seine heraldisch linke und rechte Seite beschrieben, wobei heraldisch rechts als \u201evordere\u201c und heraldisch links als \u201ehintere\u201c Seite bezeichnet werden. Grundelemente der Marke sind der (zumeist lotrechte) Schaft, die Sprosse (waagerecht) und die Strebe, bzw. Abstrebe. Zur weiteren Terminologie der Elemente und ihrer Kombinationen sei auf das Glossar verwiesen. Die Beschreibung der Marken reicht in der Regel bis zur detaillierten Benennung der Endungen von Sprossen oder Streben. Im Fall der Meistermarken sind diese fast immer \u201erechtschnittig getatzt\u201c (siehe Glossar), so dass hier auf die genaue Beschreibung verzichtet wurde. Seit dem 16. Jahrhundert bis zur Aufl\u00f6sung der Steinmetzbruderschaft lassen sich namentlich in N\u00fcrnberg \u00fcber 150 Steinmetz- und Steinhauermeister identifizieren. Hinzu treten Steinmetze, die im Gesellenrang verblieben oder deren Status unklar ist. Allein auf der Lade (Urte) der N\u00fcrnberger Steinmetzbruderschaft sind f\u00fcr den Zeitraum zwischen 1585 und 1610 24 Meister und zwei Gesellen aufgef\u00fchrt. Nicht immer konnten die Siegel eindeutig einem Meister zugeordnet werden, da keine l\u00fcckenlose \u00dcberlieferung zu allen jemals als geschworene Meister amtierenden Personen besteht. Auch bilden die erfassten Siegel l\u00e4ngst nicht alle existenten Siegel des Untersuchungunsgzeitraums ab. Die folgende Liste f\u00fchrt jene Meister auf, die im Zusammenhang mit den Siegeln auf den Hannoveraner Bl\u00e4ttern und den von Heideloff \u00fcberlieferten Marken entweder eindeutig identifizierbar sind oder bei unklaren F\u00e4llen als Siegler infrage kommen. Johann Ammon Wilhelm Beer Utz Hauer Peter Herdtel Hans Heu\u00dfinger Hans Heu\u00df Peter Illmayr Georg Karl Georg Kirchner Andreas Mendel Georg Michel Melchior Michel Hans Melchior Michel Paul(us) Reiff Johann Paulus Schmidt Franz Sp\u00f6rl Hans Sp\u00f6rl Hans Stoll Jacob Stoll Wolf Speer Hans Walter Veith Walter Valentin Wirt Hans Wirt Das Glossar stellt die wesentlichen Elemente der Haus- bzw. Steinmetzmarke mit ihren Begriffen in einer schematischen \u00dcbersicht dar. F\u00fcr bestimmte Motive werden alternativ verwendete oder umgangssprachliche Bezeichnungen genannt. Erg\u00e4nzend zur formalen Bezeichnung wird die beschreibende Wortfolge angeboten. Da die Steinmetzmarken in der Regel urspr\u00fcnglich f\u00fcr die Ausf\u00fchrung im Stein vorgesehen waren, ist der Variantenreichtum und Detaillierungsgrad nicht ganz so ausgepr\u00e4gt, wie es f\u00fcr die Hausmarken generell der Fall ist. Daher wurde im Glossar auf die Aufnahme komplexerer Kombinationen mit ihren entsprechenden Fachtermini oder Beschreibungen verzichtet. Hier sei weiterf\u00fchrend auf die Fachliteratur zur Heraldik verwiesen. Ludwig Biewer, Eckart Henning: Wappen. Handbuch der Heraldik. 20., \u00fcberarbeitete und neugestaltete Auflage der Wappenfibel von A. M. Hildebrandt, K\u00f6ln/Weimar/Wien 2017 Werner Broda (Hrgs.): Dreiecksverh\u00e4ltnisse. Architektur- und Ingenieurzeichnungen aus vier Jahrhunderten (= Ausstellungskataloge des Germanischen Nationalmuseum N\u00fcrnberg), N\u00fcrnberg 1996 V\u00e1clav Vok Filip: Einf\u00fchrung in die Heraldik (= Historische Grundwissenschaften in Einzeldarstellungen. Band 3), Stuttgart 2005 Peter Fleischmann: Das Bauhandwerk in N\u00fcrnberg vom 14. bis 18. Jahrhundert, N\u00fcrnberger Werkst\u00fccke zur Stadt- und Landesgeschichte, Bd. 38, N\u00fcrnberg 1985 Carl Heideloff: Die Bauh\u00fctte des Mittelalters, N\u00fcrnberg 1844 Carl G. Homeyer: Die Haus- und Hofmarken, Berlin 1870 Werner M\u00fcller: Die Zeichnungsvorlagen f\u00fcr Friedrich Hoffstadts \u201eGothisches A.B.C.-Buch\u201c und der Nachla\u00df des N\u00fcrnberger Ratsbaumeisters Wolf Jacob Strohmer (1561-1614), in: Wiener Jahrbuch f\u00fcr Kunstgeschichte 28 (1975), S. 39-54 Gert Oswald: Lexikon der Heraldik. Bibliographisches Institut, Mannheim u. a. 1985 Simon Paulus: Nachgotische Proberisse der N\u00fcrnberger Steinmetzbruderschaft, in: Markus Jager, Simon Paulus (Hrgs.): Architekturzeichnungen der Sammlung Albrecht Haupt, Petersberg 2023, S. 292-295 Klaus Pechstein: Allerlei Visierungen und Abri\u00df wegen der Fleischbr\u00fccken, in: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums (1975), S. 72-89 Peter Pfau: das gotische Steinmetzzeichen, Leipzig 1895 Peter Zahn: Die deutschen Inschriften: DI (Band 68 = M\u00fcnchener Reihe, 11. Band, N\u00fcrnberg, Teilband 2) (1581-1608), Wiesbaden 2008 Peter Zahn: Die deutschen Inschriften: DI (Band 90 = M\u00fcnchener Reihe, 16. Band, N\u00fcrnberg, Teilband 3) (1609-1650), Wiesbaden 2014 Zum Meistersiegel-Wiki-Projekt siehe unten Wikibase:About",
                    "source_text": "[[File:Meistersiegel-Header.jpg|1050x1050px]]\n\n\n== '''Meistersiegel der N\u00fcrnberger Steinmetzbruderschaft'''==\nIn der am Ende des 19. Jahrhunderts zusammengetragenen Sammlung des Hannoveraner Bauhistorikers und Architekten [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Albrecht_Haupt_(Architekt)&oldid=260164193 Albrecht Haupt] (1852-1932) hat sich ein bisher kaum von der Forschung wahrgenommenes Konvolut von 34 Bl\u00e4ttern mit sogenannten \u201eProberissen\u201c erhalten. Schon fr\u00fch wurden diese Bl\u00e4tter in das Umfeld der N\u00fcrnberger Steinmetzbruderschaft eingeordnet, ohne jedoch im Hinblick auf ihre Provenienz und Zusammensetzung genauer betrachtet worden zu sein. Als Architektur- und Werkzeichnungen, die im Kontext der Steinmetzausbildung angefertigt wurden, sind sie besondere Zeugnisse der handwerklichen Ausbildung im Bauwesen in der \u00dcbergangszeit ab dem Sp\u00e4tmittelalter bis zur Aufl\u00f6sung des Zunftwesens Ende des 18. Jahrhunderts.\n\nIm Rahmen des von der DFG gef\u00f6rderten Projekts zur Erschlie\u00dfung der umfangreichen, heute in der Technischen Universit\u00e4tsbibliothek Hannover (TIB) aufbewahrten Sammlung Haupts ([https://projects.tib.eu/haupt GESAH/GESAH+]) ist das Konvolut der Proberisse Bestandteil einer Tiefenerschlie\u00dfung und dient wegen des individuellen Merkmals sogenannter Meistersiegel- bzw. Meisterstempelabdr\u00fccke als Fallstudie zur Verkn\u00fcpfung mit der Forschungsdateninfrastruktur von NFDI4Culture.<ref>Zum Meistersiegel-Wiki-Projekt siehe unten [[Wikibase:About]]</ref>\n\nDie hier zug\u00e4ngliche WIKIBASE-Datenbank zu den Meistersiegeln erfasst s\u00e4mtliche Siegelmotive, die sich als Pr\u00e4gungen auf den Bl\u00e4ttern erhalten haben. Mit ihrer Erfassung lassen sich Beziehungen der Siegler untereinander und zeitliche Entstehungszusammenh\u00e4nge innerhalb der Bl\u00e4tter, aber auch zu dar\u00fcber hinaus vorhandenen Quellenmaterialien nachvollziehen. Auf diese Weise ergeben sich aus einer fokussierten Betrachtung eines einzelnen \u2013 leicht \u00fcbersehbaren \u2013 Ph\u00e4nomens auf den Proberissen neue Einsichten in die Geschichte und Entwicklung des Bauhandwerks und der Baupraxis in der Fr\u00fchen Neuzeit.\n\n===='''Die Proberisse'''====\nBei dem Hannoveraner Konvolut der N\u00fcrnberger Proberisse handelt es sich um Planzeichnungen unterschiedlicher Urheber und Entstehungszeiten, die in Formaten, Ausf\u00fchrung und Inhalten ann\u00e4hernd gleiche Merkmale zeigen. Gemeinsam mit einem vergleichbar gro\u00dfen Konvolut, das sich im Germanischen Nationalmuseum N\u00fcrnberg (HB17774-17805) befindet, d\u00fcrfte es sich um die letzten erhaltenen Best\u00e4nde aus dem ehemaligen, vermutlich sp\u00e4testens im Verlauf des fr\u00fchen 19. Jahrhunderts aufgel\u00f6sten Archiv der N\u00fcrnberger Steinmetzbruderschaft handeln. Auf Bl\u00e4ttern beider Konvolute zeigen sich Spuren eines \u00e4lteren Wasserschadens. Vorherrschend ist ein Gro\u00dfformatbogen aus Hadernpapier von ca. 62 x 46 cm, einige Bl\u00e4tter liegen mit ca. 70 x 50 cm dar\u00fcber. Daneben findet sich ein kleineres Format, das in seinen Abmessungen durchschnittlich ca. 49 x 35 cm betr\u00e4gt. Alle Zeichnungen sind als ma\u00dfst\u00e4bliche Risse in Feder mit brauner oder schwarzer Tinte ausgef\u00fchrt, nur in seltenen F\u00e4llen finden sich Schraffierungen oder Lavierungen. Schriftliche Eintr\u00e4ge in Kurrentschrift sind nur auf zwei Bl\u00e4ttern vorhanden ([https://sah.tib.eu/display/n99537 gr D Z 1: 32] und [https://sah.tib.eu/display/n16062 gr D Z 1: 16]). Dabei handelt es sich ausschlie\u00dflich um Angaben von Ma\u00dfen (angegeben werden \u201eHendt\u201c, \u201eZoll\u201c und \u201eschuch\u201c). Auf siebzehn Bl\u00e4ttern ist ein Ma\u00dfstab (zumeist ohne Bezifferung) eingezeichnet, zus\u00e4tzlich findet sich auf vierzehn Bl\u00e4ttern ein Achtort bzw. eine Schl\u00fcsselfigur, in der Ma\u00dfwerk- und Rippenprofile eingeschrieben oder abgeleitet sind. Musterhaft werden auf den Bl\u00e4ttern die Verfahren der Quadratur, Triangulatur und des Zirkelschlags angewandt. Sie werden in Musteraufgaben am Beispiel des Grund- und Aufrisses zu einer mehrjochigen Choranlage (19 Bl\u00e4tter) und zu Gew\u00f6lben mit ihren Bogenaustragungen auf rechteckigen Grundfl\u00e4chen (10 Bl\u00e4tter) demonstriert. Dar\u00fcber hinaus finden sich aber auch f\u00fcnf Bl\u00e4tter mit Grundrissen und einer Hauptfassade eines vierst\u00f6ckigen B\u00fcrgerhauses. Dass die Tradition des Proberisses nach gotischen Mustervorlagen besonders im s\u00fcddeutschen Raum noch bis in das 18. Jahrhundert fortgef\u00fchrt wurde, kann im Fall des Hannoveraner Konvoluts anschaulich auch anhand der Wasserzeichen der verwendeten Bl\u00e4tter nachvollzogen werden. Etwa die H\u00e4lfte zeigt das Wasserzeichen der ab etwa 1550 produzierenden Weidenm\u00fchle in N\u00fcrnberg und d\u00fcrfte damit in den Zeitraum der letzten Jahrzehnte vor und um 1600 bearbeitet worden sein, doch finden sich Bl\u00e4tter aus deutlich j\u00fcngerer Papierfabrikation des beginnenden 18. Jahrhunderts. Damit deckt das Konvolut einen Entstehungszeitraum von gut zweihundert Jahren ab.\n\nDie Proberisse sind Zeugnisse einer Entwicklung im Steinmetzhandwerk, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts einsetzt: Die N\u00fcrnberger Steinmetzbruderschaft galt seit dem Sp\u00e4tmittelalter als eigene buchf\u00fchrende H\u00fctte und war der Gerichtsbarkeit der Stra\u00dfburger Haupth\u00fctte unterstellt. Bestrebungen nach Eigenst\u00e4ndigkeit, nach qualitativen Standards und auch die st\u00e4dtischen Interessen zeigen sich in den st\u00e4dtischen Handwerksordnungen, die in Bezug auf die Steinmetze 1548, 1555 und 1577 ausformuliert wurden. Daneben versuchten sich die Steinmetze gegen\u00fcber des in der Stadt ebenfalls ans\u00e4ssigen Steinhauerhandwerks abzugrenzen, das eine geringere Lehrzeit erforderte. Schon 1507 wurde in N\u00fcrnberg das Meisterst\u00fcck als Zugang zur Meisterschaft eingef\u00fchrt. Um den Anforderungen an die Aufgaben des Steinmetzen als praktizierenden Baumeister Rechnung zu tragen, traten neben den tradierten mittelalterlichen Verfahren des Gew\u00f6lbe- und Ma\u00dfwerkentwurfs \u00fcber die Bogenaustragung und Quadratur weitere Pr\u00fcfungsaufgaben hinzu: Gefordert wurde neben dem Aufriss eines Kirchturms auch die Ausarbeitung eines musterhaften B\u00fcrgerhauses in drei Grundrissen und dem Aufriss der Hauptfassade zum Nachweis der Kenntnis der in der Stadt gebr\u00e4uchlichen Hausanlagen und ihrer Errichtung. Noch im 18. Jahrhundert umfasste das Meisterst\u00fcck dreizehn Planzeichnungen/Planrisse und dazu drei Holz-, bzw. Alabastermodelle. Neben der Anfertigung der Proberisse und Modelle als Meisterst\u00fcck umfasste die Pr\u00fcfungsleistung noch eine m\u00fcndliche Befragung. Die Herstellung der Meisterst\u00fccke und die Pr\u00fcfung erfolgten im Haus eines der Geschworenen, der f\u00fcr die etwa zweimonatige Anfertigungsdauer auch Miete verlangte. Die pr\u00fcfenden geschworenen Meister der Steinmetzbruderschaft \u2013 in N\u00fcrnberg waren dies drei Personen \u2013 versahen die ihnen zur Approbation vorgelegten Pl\u00e4ne abschlie\u00dfend zumeist mit ihren Meisterzeichen. Dies geschah als N\u00fcrnberger Eigenart in der Regel \u00fcber das Eindr\u00fccken ihrer Siegel als Blindsiegel in das Papier.\n\n===='''Die Siegel und ihre Siegler'''====\nAuf insgesamt 18 der 34 Hannoveraner Bl\u00e4tter sind Siegelabdr\u00fccke zu finden. Ihre Gr\u00f6\u00dfe deutet darauf hin, dass sie von Siegelringen stammen und auf diese Weise relativ einfach fest in das Papier eingedr\u00fcckt werden konnten. Zumeist sind es jeweils drei Siegel, die nebeneinander unterhalb oder oberhalb der Zeichnungen nahe an den Blattr\u00e4ndern eingepr\u00e4gt wurden. Auf den Bl\u00e4ttern lassen sich 18 unterschiedliche Siegel identifizieren und beschreiben, weitere drei sind aufgrund von Besch\u00e4digungen nur rudiment\u00e4r erhalten oder nicht erkennbar und konnten nicht zugeordnet und beschrieben werden (MS-018, MS-019, MS-021). Au\u00dferhalb des Bestands bekannte weitere neun Siegel bildete [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Carl_Alexander_Heideloff&oldid=264060926 Carl Alexander Heideloff] in seiner Publikation \u201eDie Bauh\u00fctte des Mittelalters\u201c (N\u00fcrnberg 1844) ab. Eines davon ist identisch mit einem der Siegel auf den Hannoveraner Bl\u00e4ttern ([[Item:Q202|MS-010]]), ein weiteres Siegel erfasste Heideloff wohl unbeabsichtigt doppelt (MS-024). Anhand des Wasserzeichens lassen sich drei Siegel in die Zeit um 1700 datieren ([[Item:Q201|MS-009]], [[Item:Q202|MS-010]], [[Item:Q214|MS-011]]), w\u00e4hrend die \u00fcbrigen teilweise deutlich \u00e4lter sind und in einigen F\u00e4llen mit in N\u00fcrnberg wirkenden Steinmetzmeistern aus dem sp\u00e4ten 16. Jahrhundert und fr\u00fchen 17. Jahrhundert konkret in Verbindung gebracht werden k\u00f6nnen. Zu nennen sind beispielsweise [[Item:Q270|Wilhelm Beer]] ([[Item:Q211|MS-006]]), [[Item:Q271|Andreas Mendel]] ([[Item:Q212|MS-007]]) oder [[Item:Q274|Wolf Speer]] ([[Item:Q213|MS-008]]), die auf der im Germanischen Nationalmuseum N\u00fcrnberg heute noch erhaltenen [http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Z2249 Zunfttafel (Urte) der N\u00fcrnberger Steinmetzen und Steinhauer] namentlich aufscheinen. Weitere Siegler entstammen der auf sie folgenden Generation von Steinmetzmeistern in der Bruderschaft. Anhand der erfassten Siegel l\u00e4sst sich nachvollziehen, wie Marken weitergegeben wurden (MS-003, MS-010/MS-023, MS-012/MS-027) und mitunter auch durch Beizeichen erweitert werden konnten (z.B. im Fall Andreas Mendels ([[Item:Q212|MS-007]]/[[Item:Q219|MS-016]]).\n\n===='''Zur Beschreibung der Siegel'''====\nDie N\u00fcrnberger Meistersiegel weisen bis auf wenige Ausnahmen die gleiche Grundform und Gr\u00f6\u00dfe auf. In einer leicht ovalen Rahmung werden Initialen und Figuren zu individuellen Motivengruppen zusammengesetzt. In den meisten F\u00e4llen bildet das Steinmetzzeichen als traditionelles Meisterzeichen der Steinmetzbruderschaften, bzw. der Steinmetz- und Steinhauerz\u00fcnfte, das zentrale Element des Siegels. Daneben finden sich oft zwei bis drei Initialen in lateinischen Gro\u00dfbuchstaben. Mitunter werden diese monogrammartig mit einer Marke verschr\u00e4nkt. In nur wenigen F\u00e4llen tritt eine Figur, z.B. ein B\u00e4r ([[Item:Q211|MS-006]]), an die Stelle der Steinmetzmarke. Als weitere Beizeichen weisen viele Motive begleitende Sterne auf, die vermutlich auf den Rang des Sieglers innerhalb der Bruderschaft hindeuten. Unter den erfassten N\u00fcrnberger Meistersiegeln finden sich Marken mit ein, zwei, drei oder sechs begleitenden Sternen.\n\nBei der Beschreibung der Siegel werden zur Vereinheitlichung f\u00fcnf Kategorien unterschieden: 1) Abmessungen, 2) Rahmenform, 3) Marke/Figur, 4) Initiale, 5) Beizeichen. Das Steinmetzzeichen setzt sich in der Regel aus Strichen zusammen, die zu geometrischen Figuren kombiniert werden. Damit gleichen sie in ihrem Wesen und Herkunft der sogenannten Hausmarke. Die Hausmarke, auch als Hofmarke bekannt, geh\u00f6rt zu den \u00e4ltesten \u00fcberlieferten heraldischen Abzeichen und l\u00e4sst sich in ihrer Entstehung im nord- und mitteleurop\u00e4ischen Raum bis in vorgeschichtliche Zeit zur\u00fcckverfolgen. Die Hausmarke diente zur Kennzeichnung von Eigentum und wurde auch als Sippenzeichen innerhalb des Hofs bzw. des Geschlechts zumeist \u00fcber die m\u00e4nnliche Linie vererbt. Auch in N\u00fcrnberg gab es eine lange Tradition solcher Haus- und Meistermarken. Die Beschreibung der Marke folgt im Wesentlichen den festgelegten terminologischen Richtlinien der Heraldik. Wie in der Blasonierung \u00fcblich, wird das Motiv \u00fcber seine heraldisch linke und rechte Seite beschrieben, wobei heraldisch rechts als \u201evordere\u201c und heraldisch links als \u201ehintere\u201c Seite bezeichnet werden. Grundelemente der Marke sind der (zumeist lotrechte) [[Item:Q311|Schaft]], die [[Item:Q314|Sprosse]] (waagerecht) und die [[Item:Q315|Strebe]], bzw. [[Item:Q316|Abstrebe]]. Zur weiteren Terminologie der Elemente und ihrer Kombinationen sei auf das [[Glossar]] verwiesen. Die Beschreibung der Marken reicht in der Regel bis zur detaillierten Benennung der Endungen von Sprossen oder Streben. Im Fall der Meistermarken sind diese fast immer \u201e[[Item:Q393|rechtschnittig]] [[Item:Q388|getatzt]]\u201c (siehe [[Glossar]]), so dass hier auf die genaue Beschreibung verzichtet wurde.\n\n<div>\n\n=='''Die Meistersiegel'''==\n<ul>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-001-sah gr-D-Z-1-32.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q206|Meistersiegel MS 001 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:MS-002-SAH.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q207|Meistersiegel MS 002 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-003-sah gr-D-Z-1-11.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q208|Meistersiegel MS 003 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:MS-004-SAH .jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q209|Meistersiegel MS 004 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-005-sah gr-D-Z-1-23.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q210|Meistersiegel MS 005 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-006-sah gr-D-Z-1-16.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q211|Meistersiegel MS 006 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-007-sah gr-D-Z-1-16.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q212|Meistersiegel MS 007 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-008-sah gr-D-Z-1-16.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q213|Meistersiegel MS 008 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-009-sah gr-D-Z-1-18.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q201|Meistersiegel MS 009 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-010a-sah gr-D-Z-1-18.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q202|Meistersiegel MS 010 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-011-sah gr-D-Z-1-18.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q214|Meistersiegel MS 011 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-012-sah gr-D-Z-1-10.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q215|Meistersiegel MS 012 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-013-sah gr-D-Z-1-10.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q216|Meistersiegel MS 013 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-014-sah gr-D-Z-1-32.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q217|Meistersiegel MS 014 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-015-sah gr-D-Z-1-32.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q218|Meistersiegel MS 015 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-016-sah gr-D-Z-1-15.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q219|Meistersiegel MS 016 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-017-sah gr-D-Z-1-34.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q220|Meistersiegel MS 017 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-018-sah gr-D-Z-1-34.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q221|Meistersiegel MS 018 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-019-sah gr-D-Z-1-34.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q222|Meistersiegel MS 019 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-020-sah gr-D-Z-1-8.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q223|Meistersiegel MS 020 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:Ms-021-sah gr-D-Z-1-8.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q224|Meistersiegel MS 021 SAH]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:MS-010b-HEI-icon.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q205|Meistersiegel MS 010b HEI]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:MS-022-HEI-icon.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q225|Meistersiegel MS 022 HEI]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:MS-023-HEI-icon.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q226|Meistersiegel MS 023 HEI]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:MS-024a-HEI-icon.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q203|Meistersiegel MS 024a HEI]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:MS-024b-HEI-icon.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q204|Meistersiegel MS 024b HEI]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:MS-025-HEI-icon.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q227|Meistersiegel MS 025 HEI]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:MS-026-HEI-icon.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q228|Meistersiegel MS 026 HEI]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:MS-027-HEI-icon.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q229|Meistersiegel MS 027 HEI]]\n</li>\n<li style=\"display: inline-block; vertical-align: top;\">\n[[File:MS-028-HEI-icon.jpg|thumb|none|200px|link=Item:Q230|Meistersiegel MS 028 HEI]]\n</li>\n</ul>\n</div>\n\n=='''Liste der siegelnden Meister'''==\nSeit dem 16. Jahrhundert bis zur Aufl\u00f6sung der Steinmetzbruderschaft lassen sich namentlich in N\u00fcrnberg \u00fcber 150 Steinmetz- und Steinhauermeister identifizieren. Hinzu treten Steinmetze, die im Gesellenrang verblieben oder deren Status unklar ist. Allein auf der Lade (Urte) der N\u00fcrnberger Steinmetzbruderschaft sind f\u00fcr den Zeitraum zwischen 1585 und 1610 24 Meister und zwei Gesellen aufgef\u00fchrt. Nicht immer konnten die Siegel eindeutig einem Meister zugeordnet werden, da keine l\u00fcckenlose \u00dcberlieferung zu allen jemals als geschworene Meister amtierenden Personen besteht. Auch bilden die erfassten Siegel l\u00e4ngst nicht alle existenten Siegel des Untersuchungunsgzeitraums ab. \n\nDie folgende Liste f\u00fchrt jene Meister auf, die im Zusammenhang mit den Siegeln auf den Hannoveraner Bl\u00e4ttern und den von Heideloff \u00fcberlieferten Marken entweder eindeutig identifizierbar sind oder bei unklaren F\u00e4llen als Siegler infrage kommen. \n* [[Item:Q414|Johann Ammon]]\n* [[Item:Q270|Wilhelm Beer]]\n* [[Item:Q266|Utz Hauer]]\n* [[Item:Q444|Peter Herdtel]]\n* [[Item:Q427|Hans Heu\u00dfinger]]\n* [[Item:Q410|Hans Heu\u00df]]\n* [[Item:Q451|Peter Illmayr]]\n* [[Item:Q449|Georg Karl]]\n* [[Item:Q432|Georg Kirchner]]\n* [[Item:Q271|Andreas Mendel]]\n* [[Item:Q446|Georg Michel]]\n* [[Item:Q450|Melchior Michel]]\n* [[Item:Q434|Hans Melchior Michel]]\n* [[Item:Q420|Paul(us) Reiff]]\n* [[Item:Q413|Johann Paulus Schmidt]]\n* [[Item:Q412|Franz Sp\u00f6rl]]\n* [[Item:Q433|Hans Sp\u00f6rl]]\n* [[Item:Q426|Hans Stoll]]\n* [[Item:Q423|Jacob Stoll]]\n* [[Item:Q274|Wolf Speer]]\n* [[Item:Q445|Hans Walter]]\n* [[Item:Q452|Veith Walter]]\n* [[Item:Q447|Valentin Wirt]]\n* [[Item:Q418|Hans Wirt]]\n\n=='''[[Glossar|Das Glossar]]'''==\nDas [[Glossar]] stellt die wesentlichen Elemente der Haus- bzw. Steinmetzmarke mit ihren Begriffen in einer schematischen \u00dcbersicht dar. F\u00fcr bestimmte Motive werden alternativ verwendete oder umgangssprachliche Bezeichnungen genannt. Erg\u00e4nzend zur formalen Bezeichnung wird die beschreibende Wortfolge angeboten. Da die Steinmetzmarken in der Regel urspr\u00fcnglich f\u00fcr die Ausf\u00fchrung im Stein vorgesehen waren, ist der Variantenreichtum und Detaillierungsgrad nicht ganz so ausgepr\u00e4gt, wie es f\u00fcr die Hausmarken generell der Fall ist. Daher wurde im Glossar auf die Aufnahme komplexerer Kombinationen mit ihren entsprechenden Fachtermini oder Beschreibungen verzichtet. Hier sei weiterf\u00fchrend auf die Fachliteratur zur Heraldik verwiesen.\n\n=='''Literatur'''==\nLudwig Biewer, Eckart Henning: Wappen. Handbuch der Heraldik. 20., \u00fcberarbeitete und neugestaltete Auflage der Wappenfibel von A. M. Hildebrandt, K\u00f6ln/Weimar/Wien 2017\n\nWerner Broda (Hrgs.): Dreiecksverh\u00e4ltnisse. Architektur- und Ingenieurzeichnungen aus vier Jahrhunderten (= Ausstellungskataloge des Germanischen Nationalmuseum N\u00fcrnberg), N\u00fcrnberg 1996\n\nV\u00e1clav Vok Filip: Einf\u00fchrung in die Heraldik (= Historische Grundwissenschaften in Einzeldarstellungen. Band 3), Stuttgart 2005\n\nPeter Fleischmann: Das Bauhandwerk in N\u00fcrnberg vom 14. bis 18. Jahrhundert, N\u00fcrnberger Werkst\u00fccke zur Stadt- und Landesgeschichte, Bd. 38, N\u00fcrnberg 1985\n\nCarl Heideloff: Die Bauh\u00fctte des Mittelalters, N\u00fcrnberg 1844\n\nCarl G. Homeyer: Die Haus- und Hofmarken, Berlin 1870\n\nWerner M\u00fcller: Die Zeichnungsvorlagen f\u00fcr Friedrich Hoffstadts \u201eGothisches A.B.C.-Buch\u201c und der Nachla\u00df des N\u00fcrnberger Ratsbaumeisters Wolf Jacob Strohmer (1561-1614), in: Wiener Jahrbuch f\u00fcr Kunstgeschichte 28 (1975), S. 39-54\n\nGert Oswald: Lexikon der Heraldik. Bibliographisches Institut, Mannheim u. a. 1985\n\nSimon Paulus: Nachgotische Proberisse der N\u00fcrnberger Steinmetzbruderschaft, in: Markus Jager, Simon Paulus (Hrgs.): Architekturzeichnungen der Sammlung Albrecht Haupt, Petersberg 2023, S. 292-295\n\nKlaus Pechstein: Allerlei Visierungen und Abri\u00df wegen der Fleischbr\u00fccken, in: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums (1975), S. 72-89\n\nPeter Pfau: das gotische Steinmetzzeichen, Leipzig 1895\n\nPeter Zahn: Die deutschen Inschriften: DI (Band 68 = M\u00fcnchener Reihe, 11. Band, N\u00fcrnberg, Teilband 2) (1581-1608), Wiesbaden 2008\n\nPeter Zahn: Die deutschen Inschriften: DI (Band 90 = M\u00fcnchener Reihe, 16. Band, N\u00fcrnberg, Teilband 3) (1609-1650), Wiesbaden 2014",
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